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Instandsetzungsarbeiten auf dem Winser Museumshofs

06.12.2021

Über 300 Museen in ländlichen Räumen deutschlandweit gefördert

Das mit 7 Mio. Euro ausgestattete „Soforthilfeprogramm Heimatmuseen und landwirtschaftliche Museen 2021“ aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) kam 321 Einrichtungen in ländlichen Räumen zugute. Bereits im zweiten Jahr berät und begleitet der Deutsche Verband für Archäologie e.V. (DVA) die Antragsteller bei den geplanten Maßnahmen und koordiniert die Verwendung der Mittel.

Ein Novum in der deutschen Förderlandschaft stellte im Jahr 2020 das „Soforthilfeprogramm Heimatmuseen“ dar, das sich dezidiert an kulturelle Vermittlungsorte in peripheren Regionen richtete. Das Programm war Teil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE) und zielte darauf, ländliche Regionen zu stärken sowie als attraktive Lebensräume zu erhalten. Insgesamt standen rund 2,5 Mio. Euro im Programm zur Verfügung. 148 Projekte von regionalen Museen, Freilichtmuseen, archäologischen Parks und Trägern von Bodendenkmalstätten in ländlichen Räumen konnten gefördert werden. Aufgrund der starken Nachfrage kamen im vergangenen Jahr jedoch viele Einrichtungen nicht zum Zuge.

Erfreulicherweise beschloss der Deutsche Bundestag eine Neuauflage des Programms unter dem Titel „Soforthilfeprogramm Heimatmuseen und landwirtschaftliche Museen 2021“ und stattete dieses mit insgesamt 7 Mio. Euro aus. Die BKM und das BMEL betrauten den DVA damit, das Förderprogramm in Kooperation mit dem Deutschen Museumsbund e.V. (DMB) erneut durchzuführen.

Neu in diesem Jahr war die Erweiterung des Programms um den Programmteil „Landwirtschaftliche Museen“. Dieser richtete sich an Museen sowie öffentlich zugängliche Sammlungen und Bauten, die sich schwerpunktmäßig den Themen Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion, Ernährung, Gartenbau, Weinbau oder Fischerei widmen. Die Einrichtungen konnten Mittel beantragen, um Modernisierungsmaßnahmen und programmbegleitende Investitionen durchzuführen.

In beiden Programmteilen „Heimatmuseen“ und „Landwirtschaftliche Museen“ sind die Fördermittel nunmehr ausgereicht. Auch in diesem Jahr überstieg die Summe der beantragten Gelder die zur Verfügung stehenden Mittel, doch kamen 321 Projekte in ländlichen Räumen in den Genuss einer Förderung, davon 186 Projekte im Programmteil „Heimatmuseen“ und 135 im Programmteil „Landwirtschaftliche Museen“. Zahlreiche Maßnahmen – beispielsweise in den Bereichen Bauerhalt, Ausstellungsmodernisierung, Barrierefreiheit, Vermittlung oder digitale Sammlungsaufbereitung – konnten so in Angriff genommen werden:

Dirk Schröder, 1. Vorsitzender, Fußball Museum Springe – Sportsammlung Saloga e.V., Springe: „Für uns das richtige Programm zur richtigen Zeit. Mit dem DVA-Soforthilfeprogramm konnten wir in einer schwierigen Zeit die notwendigen Investitionen in die Zukunft tätigen.“

Ruth Meyer, Geschäftsführender Vorstand Kulturstiftung Schloss Agathenburg, Agathenburg: „Das Geld ist die eine Sache, das andere ist die Anerkennung, die es gleichzeitig bedeutet.“

Axel Miesner, Erster Vorsitzender der Worphüser Heimotfrünn e.V., Lilienhof, Worphausen/Gemeinde Lilienthal: „Mit der Unterstützung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft können wir unseren schönen Lilienhof erhalten und unseren Gästen und Mitgliedern damit ein ansprechendes Domizil bieten, welches gerne und häufig besucht wird.“

Das „Soforthilfeprogramm Heimatmuseen und landwirtschaftliche Museen 2021“ wird gefördert durch das BMEL und die BKM aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

 

DOWNLOAD DVA PRESSEMIITEILUNG 06.12.2021

 

Pressekontakt:
Manja Weinert
Tel. 0151 65 02 73 77
manja.weinert@dvarch.de